Trezor Model One Erfahrungsbericht 2026: Ist das Gerät nach dem Verkaufsstopp noch sicher?

Auf dieser Seite
Wichtigste Erkenntnisse
  • Der Trezor Model One kam 2014 als erste Hardware-Wallet für Kryptowährungen auf den Markt.
  • Trezor stellte den offiziellen Verkauf am 8. Januar 2026 ein. Sicherheitsupdates soll es aber bis 2036 geben.
  • Die Wallet unterstützt Bitcoin und Ethereum, aber nicht Solana, XRP, Cardano oder Monero.
  • Der Wallet fehlen ein Secure Element und Shamir Backup.
  • Restbestände solltest du nur bei einem autorisierten Händler kaufen.

Der Trezor Model One hat Hardware-Wallets für Krypto-Anleger im Alltag praxistauglich gemacht. Seit mehr als zehn Jahren hilft er Nutzern dabei, ihre Private Keys offline aufzubewahren, statt sich ganz auf Börsen oder Software-Wallets zu verlassen.

Seit dem Marktstart des Model One hat sich bei Hardware-Wallets jedoch viel getan. Neuere Geräte bieten Touchscreens, Secure Elements, mobile Konnektivität und ein ausgereifteres Design. Dadurch kann die ältere Wallet heute überholt wirken. In diesem Trezor Model One Erfahrungsbericht schauen wir uns an, ob das tatsächlich so ist, was das Gerät noch gut kann und wo seine Grenzen heute ins Gewicht fallen.

Daten Trezor Model One
🗝️ Typ Hardware-Wallet
🖥️ Display 0,96 Zoll, monochromes OLED-Display
🪙 Unterstützte Token Mehr als 1.000
🌐 Unterstützte Netzwerke Mehr als 40 EVM- und UTXO-Netzwerke
🖼️ NFT-Unterstützung Ja, über Wallets von Drittanbietern
🔗 Verbindung Micro-USB
🔋 Kabelloses Laden Nein
🛡️ Sicherheit PIN, Passphrase, Offline-Signierung
📱 Mobile App Nur Android
💻 Desktop-App Windows, macOS, Linux
📲 Haupt-App Trezor Suite
🔌 Unterstützte Wallets Mehr als 40
⭐ Besonders geeignet für Besitzer des Model One
Hinweis:
Trezor hat den offiziellen Verkauf des Model One eingestellt. Bei einigen autorisierten Händlern könnten aber noch Restbestände verfügbar sein. Trezor zufolge läuft der Wartungssupport bis 2031. Kritische Sicherheitsupdates sind mindestens bis 2036 geplant. Kaufe nur ein originalverpacktes Gerät bei einem autorisierten Händler. Bei einem inoffiziellen Anbieter könnte die Wallet vor der Lieferung manipuliert worden sein. Wenn du dir neuere Geräte ansehen möchtest, findest du hier auch unsere Erfahrungsberichte zu anderen Hardware-Wallets.

Überblick zum Trezor Model One

Der Trezor Model One ist wohl die bekannteste Krypto-Hardware-Wallet überhaupt. Sie kam 2014 als weltweit erste Hardware-Wallet auf den Markt. Damals speicherten viele ihre Private Keys auf Computern, die Malware, Keyloggern und Phishing-Angriffen ausgesetzt sein konnten. Das Model One bot Nutzern eine praktische Möglichkeit, ihre Private Keys offline aufzubewahren, ohne dafür tiefgehende technische Kenntnisse zu benötigen.

Bei der Entwicklung stand Einfachheit im Mittelpunkt. Trezor wollte, halb im Scherz, „etwas bauen, das sogar unsere Eltern benutzen können“. Das erklärt, warum die Wallet nur über ein kleines monochromes OLED-Display und zwei physische Tasten verfügt. Es gibt weder Touchscreen noch Akku, Bluetooth oder WLAN. Per Micro-USB-Kabel verbindest du sie mit einem Windows-, macOS- oder Linux-Gerät oder einem kompatiblen Android-Gerät. Sobald du die Verbindung trennst, schaltet sie sich sofort aus.

trezor model one

Das Gerät misst 60 × 30 × 6 mm und wiegt nur 12 Gramm. Das schlagfeste Gehäuse aus ABS-Kunststoff ist ultraschallverschweißt und kommt ohne Schrauben oder Klebstoff aus. Das OLED-Display auf der Vorderseite löst mit 128 × 64 Pixeln auf und kann bis zu sechs Textzeilen anzeigen. Mit den beiden darunterliegenden Tasten navigierst du durch die Menüs und bestätigst Transaktionen. Im Inneren arbeitet ein 120-MHz-Prozessor vom Typ ARM Cortex-M3 mit der eigens entwickelten Trezor-Firmware. Deine Private Keys bleiben auf dem Gerät und werden nicht auf dem verbundenen Computer gespeichert.

Sowohl die Firmware des Model One als auch Trezor Suite sind Open Source. Entwickler und Sicherheitsforscher können den Code deshalb auf Schwachstellen überprüfen. Neue Geräte werden außerdem ohne einsatzbereite Firmware ausgeliefert. Bei der Einrichtung installierst du die offizielle Firmware über Trezor Suite. Mit einer PIN kannst du die Wallet schützen. Zusätzlich lässt sich mit einer Passphrase eine verborgene Wallet anlegen, die nicht auf dem Gerät gespeichert wird.

Dank ihres schlichten Designs gehörte die Model One mit einem Preis von rund 69 US-Dollar zu den günstigsten Hardware-Wallets. Gleichzeitig ist ihr Alter inzwischen deutlich zu erkennen. Die Wallet nutzt einen veralteten Micro-USB-Anschluss, hat keine Touchbedienung und verfügt nicht über das Secure Element der neueren Trezor-Safe-Modelle. Einige langjährige Nutzer berichten außerdem, dass das monochrome OLED-Display nach jahrelangem Gebrauch allmählich dunkler werden kann.

Auch die unterstützten Assets sind ein Schwachpunkt. Das Model One unterstützt Bitcoin, Ethereum, ERC-20-Token, BEP-20-Token und verschiedene UTXO-basierte Assets, darunter Litecoin und Bitcoin Cash. Mehrere große Kryptowährungen wie XRP, Solana, Cardano und Monero werden dagegen nicht unterstützt.

Am 8. Januar 2026 nahm Trezor das Model One aus dem offiziellen Store. Das Unternehmen konzentriert sich inzwischen auf die neuere Trezor-Safe-Reihe. Secure Elements, mobiler Zugriff und Post-Quantum-Sicherheit waren zu wichtigen Anforderungen an Hardware-Wallets geworden, denen das ältere Modell nicht vollständig gerecht werden konnte. Bestehende Geräte funktionieren aber weiterhin. Kritische Sicherheitsupdates sind mindestens bis 2036 zugesagt, grundlegende Wartungsarbeiten mindestens bis 2031. Das klassische Modell erfüllt seinen Zweck noch immer. Die eingeschränkte Coin-Unterstützung, der ältere Anschluss und der fehlende stärkere Schutz des Geräts zeigen jedoch deutlich sein Alter.

Stärken & Schwächen des Trezor Model One

Was uns gefällt

  • Sicherheitsbilanz aus mehr als einem Jahrzehnt
  • Vollständig quelloffene Firmware
  • Einfache Bedienung mit zwei Tasten
  • Kompaktes, leichtes Design
  • Verborgene Wallets mit Passphrase-Schutz
  • Standardmäßiges BIP39-Backup der Wallet
  • Sicherheitsupdates bis 2036

Was dagegen spricht

  • Kein Secure Element
  • Kein Shamir Backup
  • Eingeschränkte Netzwerkunterstützung
  • Veralteter Micro-USB-Anschluss
  • Keine Unterstützung für Transaktionen unter iOS
  • Offizieller Verkauf eingestellt

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So funktioniert der Trezor Model One

Der Trezor Model One bewahrt deine Private Keys offline auf. Trezor Suite dient dir als Benutzeroberfläche, um deine Kryptowährungen zu verwalten. Da die Wallet keinen Akku hat, schaltet sie sich ein, sobald du sie per Micro-USB-Kabel mit einem Computer oder einem kompatiblen Android-Smartphone verbindest.

Wenn du Kryptowährungen versendest, bereitet Trezor Suite die Transaktion vor und überträgt die Details an die Wallet. Auf dem OLED-Display des Model One siehst du die Empfängeradresse und den Betrag. So kannst du beides prüfen, bevor du die Transaktion mit den zwei Tasten bestätigst. Das Gerät signiert die Transaktion intern, ohne deine Private Keys dem verbundenen Computer preiszugeben. Anschließend wird die signierte Transaktion an Trezor Suite zurückgegeben und an die Blockchain übermittelt.

Wichtige Funktionen des Trezor Model One

Die Hardware mag inzwischen veraltet wirken, doch das Model One bietet weiterhin die grundlegenden Funktionen, mit denen du deine Kryptowährungen eigenständig verwalten kannst, ohne deine Private Keys online offenzulegen. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Ausstattung.

Kompaktes Design mit zwei Tasten

Der Trezor Model One hat ein monochromes OLED-Display mit 128 × 64 Pixeln und zwei physische Tasten zum Navigieren und Bestätigen. Die Bedienung ist einfach. Im Vergleich zu einer Wallet mit Touchscreen kann es aber länger dauern, Informationen einzugeben und längere Adressen zu prüfen.

Das Gerät wiegt nur 12 Gramm und lässt sich leicht mitnehmen. Das Gehäuse aus ABS-Kunststoff wirkt allerdings weniger hochwertig als das neuerer Wallets mit Metallgehäuse. Einen Akku hat das Model One nicht. Es funktioniert nur über eine Micro-USB-Verbindung und bietet weder Bluetooth noch WLAN oder eine kabellose Verbindung zum Smartphone.

Offline-Signierung und Verifizierung

Das Model One erzeugt und speichert deine privaten Schlüssel direkt auf dem Gerät. So bleiben sie von dem Computer oder Smartphone getrennt, das mit dem Internet verbunden ist. Transaktionen bereitest du in Trezor Suite vor. Prüfen musst du sie auf dem Display der Wallet und mit den physischen Tasten bestätigen. So kann Malware eine Transaktion nicht ohne Bestätigung am Gerät abschließen.

Prüfe die angezeigte Adresse und den Betrag dennoch sorgfältig. Malware könnte die Adresse in Trezor Suite austauschen. Auf dem kleinen Display lassen sich längere Transaktionsdetails zudem schwerer kontrollieren.

PIN, Passphrase und Backup

Die Wallet verwendet ein PIN-Raster mit zufällig angeordneten Ziffern. Die Ziffern werden auf dem Gerät angezeigt, während du in Trezor Suite ein entsprechendes leeres Raster siehst. So können Keylogger deine PIN nicht direkt aufzeichnen. Bei der Einrichtung wird außerdem eine Wiederherstellungsphrase erstellt, mit der du die Wallet wiederherstellen kannst, falls das Gerät verloren geht oder beschädigt wird.

Mit einer zusätzlichen Passphrase kannst du eine separate versteckte Wallet erstellen. Vergisst du die Passphrase, verlierst du dauerhaft den Zugriff auf diese Wallet. Anders als neuere Trezor-Geräte verlangt das Model One, dass du die Passphrase über den angeschlossenen Computer oder das Smartphone eingibst.

Open-Source-Software

Die Firmware des Model One und die Trezor-Suite-Anwendung sind quelloffen. Unabhängige Entwickler und Sicherheitsforscher können den Code überprüfen. So lassen sich Schwachstellen aufdecken und die Verarbeitung privater Schlüssel und von Transaktionen durch die Wallet nachvollziehen. Das Gerät wird außerdem ohne Firmware ausgeliefert. Du installierst sie während der Ersteinrichtung über Trezor Suite.

Quelloffener Code sorgt für mehr Transparenz, beseitigt aber nicht alle Sicherheitsrisiken. Dem Model One fehlt ein Secure Element. Deshalb ist es gegen fortgeschrittene physische Angriffe zur Datenextraktion schlechter geschützt als neuere Trezor-Safe-Geräte.

Trezor Model One: Auspacken

Bevor du die Verpackung des Model One öffnest, solltest du zunächst die beiden holografischen Siegel prüfen. Sie müssen unbeschädigt sein und je nach Blickwinkel einen reflektierenden Hologrammeffekt zeigen. Ist eines der Siegel eingerissen, entfernt oder erneut aufgeklebt worden, solltest du das Gerät nicht verwenden. Wende dich an den Händler, bei dem du es gekauft hast, und bitte um Ersatz.

trezor model one unboxing

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Trezor Model One
  • Micro-USB-auf-USB-A-Kabel
  • Zwei Karten für die 24-Wörter-Wiederherstellungsphrase
  • Kurzanleitung
  • 4 Trezor-Aufkleber
  • Sicherheits- und Zertifizierungsinformationen

Die Ausstattung ist recht einfach, enthält aber alles, was du für die Einrichtung und Nutzung der Wallet brauchst. Nach dem Anschließen des Model One fällt auf, dass keine Firmware vorinstalliert ist. Du musst die Firmware zunächst über Trezor Suite installieren und die Wallet einrichten. Ist auf einem neuen Gerät bereits Firmware installiert oder liegt eine vorbereitete Wiederherstellungsphrase bei, ist das ein Warnsignal. Verwende das Gerät in diesem Fall nicht.

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Trezor Model One einrichten

Wie bereits erwähnt, musst du das Model One vollständig einrichten, bevor du es verwendest. Trezor liefert seine Geräte aus Sicherheitsgründen ohne vorinstallierte Firmware aus. Folge diesen Schritten, um die Wallet für den täglichen Gebrauch vorzubereiten:

Schritt 1: Lade Trezor Suite von der offiziellen Trezor-Website herunter und installiere die Anwendung.

Trezor Model One security check

Schritt 2: Öffne Trezor Suite und verbinde das Model One mit dem Micro-USB-Kabel.

Schritt 3: Wähle die offizielle Firmware aus und installiere sie, indem du auf die Schaltfläche „Firmware installieren“ klickst. Warte anschließend, bis das Gerät neu startet.

Trezor Model One firmware installation

Schritt 4: Wähle „Neue Wallet erstellen“ oder stelle eine bestehende Wallet mit ihrer Wiederherstellungsphrase wieder her.

Trezor Model One wallet creation

Schritt 5: Rufe die Wallet-Sicherung auf und bestätige die Aufforderung mit den Tasten am Gerät.

Trezor Model One create backup

Schritt 6: Schreibe die 24 Wiederherstellungswörter, die auf dem Model One angezeigt werden, in der richtigen Reihenfolge auf. Das Gerät zeigt sie zweimal an, damit du deine Notiz überprüfen kannst.

Schritt 7: Lege eine PIN über das Raster mit zufällig angeordneten Ziffern fest, das auf dem Gerät und in Trezor Suite angezeigt wird.

Trezor Model One PIN setup

Schritt 8: Aktiviere die Kryptowährungen, die du verwalten möchtest, und schließe die Einrichtung ab.

Trezor Model One supported coins

Schritt 9: Öffne deine Standard-Wallet oder erstelle mit einer zusätzlichen Passphrase eine versteckte Wallet.

Trezor Model One hidden wallet
Hinweis: Über Trezor Suite kannst du später weitere Kryptowährungen aktivieren und zusätzliche Konten hinzufügen.

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Preis & Gebühren beim Trezor Model One

Der Preis war früher einer der größten Vorteile des Trezor Model One. Ursprünglich wurde das Gerät für rund 69 US-Dollar angeboten. Trezor verkauft es inzwischen nicht mehr direkt. Der Preis hängt daher von den Restbeständen der Händler ab. Einige Geschäfte haben es im Ausverkauf für rund 49 US-Dollar angeboten, andere verlangen möglicherweise weiterhin fast den früheren Verkaufspreis.

Prüfe vor dem Kauf, ob der Händler auf der Liste autorisierter Händler von Trezor steht. Ein niedriger Preis auf einem Marktplatz mag verlockend wirken. Wenn du mit dem Gerät deutlich wertvollere Assets schützt, lässt sich eine Ersparnis von ein paar Dollar jedoch kaum rechtfertigen.

Nach dem Kauf fallen weder Abonnement- noch Kontogebühren an. Beim Versand von Kryptowährungen zahlst du weiterhin die jeweilige Blockchain-Gebühr. Für Käufe, Verkäufe und Swaps über Trezor Suite kommen externe Anbieter zum Einsatz. Deren Bearbeitungs- und Handelsgebühren werden angezeigt, bevor du den Auftrag bestätigst.

Unterstützte Assets und Netzwerke des Trezor Model One

Das Model One unterstützt Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash, Dogecoin, Zcash, Ethereum Classic sowie Token, die auf kompatiblen Netzwerken ausgegeben werden. ERC-20-Token lassen sich über ein Ethereum-Konto verwalten. Mit MetaMask, Rabby und anderen kompatiblen Wallets kannst du das Gerät außerdem mit EVM-Netzwerken wie BNB Smart Chain, Polygon, Arbitrum, Optimism und Avalanche C-Chain verbinden.

Damit werden Tausende Token unterstützt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Wallet alle wichtigen Blockchains abdeckt. Das Model One kann natives XRP, Solana, Cardano und Monero nicht verwalten, auch nicht über eine Drittanbieter-Wallet, da die Firmware diese Netzwerke nicht unterstützt. Wenn dein Portfolio neuere Layer-1-Assets enthält, ist diese Einschränkung wichtiger als die Gesamtzahl der unterstützten Token.

Prüfe vor einer Übertragung sowohl das Asset als auch das zugehörige Netzwerk in der offiziellen Trezor-Asset-Liste.

Trezor-Kundensupport

Mit dem Verkaufsende des Model One wurde auch der Kundensupport nicht eingestellt. Trezor bietet weiterhin grundlegende Wartungsarbeiten an, mindestens bis 2031. Kritische Sicherheitsupdates soll es mindestens bis 2036 geben. Bestehende Nutzer können also weiterhin Firmware-Updates und technische Hilfe erhalten.

Die meisten Probleme lassen sich über das Online-Hilfe-Center von Trezor recherchieren. Findest du dort keine Antwort auf deine Frage, kann der Chatbot Hal die wichtigsten Informationen sammeln und ein Support-Ticket erstellen. Anschließend setzt ein Teammitglied den Austausch per E-Mail fort. Auch im Trezor-Forum findest du Hilfe bei gerätespezifischen Problemen. Dort kannst du vor allem nachsehen, ob andere Model-One-Nutzer dasselbe Problem hatten.

Einen klassischen telefonischen Support gibt es nicht. Ruft dich jemand unerwartet an und behauptet, für Trezor zu arbeiten, solltest du misstrauisch sein. Das gilt besonders, wenn die Person nach deiner Wiederherstellungsphrase fragt oder Zugriff auf deinen Computer verlangt.

Sicherheit und Self-Custody beim Trezor Model One

Das Model One speichert deine Private Keys offline und signiert Transaktionen direkt auf dem Gerät. Der verbundene Computer muss deshalb nicht direkt auf sie zugreifen. Prüfe trotzdem vor der Bestätigung die Adresse und den Betrag auf dem Display des Geräts. Die Transaktion gibst du über die physischen Tasten frei. So liegt die Verwahrung nicht bei einer Börse oder einem Wallet-Anbieter. Gleichzeitig bist du selbst für die 24 Wörter umfassende Wiederherstellungsphrase verantwortlich. Wer diese Phrase kennt, kann die Wallet auch ohne Model One oder PIN auf einem anderen Gerät wiederherstellen.

Die PIN schützt das physische Gerät mithilfe eines zufällig angeordneten Zahlenrasters. Die Zahlen erscheinen auf dem Model One jedes Mal in einer anderen Anordnung, während Trezor Suite ein dazu passendes leeres Raster anzeigt. Du klickst auf die Felder, die deinen gewählten Ziffern entsprechen. Ein Keylogger oder eine Bildschirmaufnahme am Computer kann die PIN daher nicht direkt erfassen. Nach 16 falschen Eingaben löscht das Gerät die gespeicherten Wallet-Daten. Deine Assets kannst du mit der Wiederherstellungsphrase dennoch wiederherstellen.

Für zusätzlichen Schutz kannst du mithilfe einer Passphrase eine versteckte Wallet erstellen. Dabei handelt es sich nicht einfach um ein weiteres Passwort für die Standard-Wallet. Jede exakt eingegebene Passphrase erzeugt eine eigene Wallet mit anderen Adressen und Guthaben. Die Passphrase wird weder auf dem Gerät gespeichert noch in die Wiederherstellungsphrase aufgenommen. Das kann deine Assets schützen, selbst wenn jemand die Wiederherstellungsphrase aus dem Model One ausliest. Allerdings musst du die Passphrase über den verbundenen Computer eingeben. Vergisst du sie oder tippst sie falsch ein, findest du die richtige versteckte Wallet womöglich nie wieder.

Im Vergleich zu anderen Geräten von Trezor bietet das Model One inzwischen einen eher eingeschränkten Sicherheitsschutz. Es verwendet eine einzelne Sicherung mit 24 Wörtern und unterstützt kein Shamir Backup mit mehreren Teilen. Vor allem fehlt ihm das Secure Element, das in neueren Trezor-Safe-Geräten verbaut ist. Bei einem längeren Zugriff auf die Wallet ist sein Allzweckprozessor weniger gut gegen fortgeschrittene Angriffe geschützt, bei denen Daten physisch ausgelesen werden. Eine lange PIN und eine Passphrase können das Risiko senken, übertragen dir aber auch mehr Verantwortung.

Die Sicherheit des Geräts ist allerdings nur ein Teil des Gesamtbilds. Bei Trezor kam es zuletzt zu einem Datenleck mit Kundendaten. Ähnliche Vorfälle gab es bereits in der Vergangenheit. Diese Datenlecks wirken sich nicht direkt auf Assets aus, die mit dem Model One gesichert sind. Offen gelegte persönliche Daten können jedoch gezielte Phishing-E-Mails, betrügerische Anrufe und Briefe sowie weitere, schwerwiegendere Risiken für deine persönliche Sicherheit nach sich ziehen.

Trezor Model One kaufen

Lohnt sich der Kauf eines eingestellten Trezor Model One?

Für die meisten, die jetzt eine Hardware-Wallet kaufen, ist das Model One keine gute Wahl mehr. Eine Ausnahme kann ein autorisierter Händler sein, der ungeöffnete Geräte mit deutlichem Rabatt anbietet. Die Bedienung über zwei Tasten funktioniert weiterhin. Auch Bitcoin, Ethereum und viele EVM-Token werden unterstützt. Du kaufst aber ein Gerät mit Micro-USB, eingeschränkter Netzwerkunterstützung und ohne Secure Element.

Trezor modei one holographic seal

Das heißt nicht, dass bestehende Nutzer das Gerät nicht mehr verwenden sollten. Trezor stuft das Model One weiterhin als sicher ein und verspricht grundlegende Wartungsarbeiten mindestens bis 2031 sowie kritische Sicherheitsupdates mindestens bis 2036. Ein Gerät weiterzuverwenden, das du bereits besitzt, ist daher etwas anderes, als heute eines zu kaufen.

Falls du noch ein Gerät aus Restbeständen kaufst, solltest du einen autorisierten Händler wählen und vor dem Öffnen beide Hologramm-Siegel prüfen. Ein neues Model One sollte weder installierte Firmware noch eine vorbereitete Wiederherstellungsphrase enthalten. Schon jeder Hinweis darauf, dass die Verpackung oder das Gerät zuvor eingerichtet wurde, sollte Grund genug für eine Rückgabe sein. Für den ersten Kauf einer Hardware-Wallet bieten neuere Modelle aktuellere Technik, ohne diese Einschränkungen.

Alternativen zum Trezor Model One

Das kompakte Design und die einfache Bedienung waren wichtige Gründe für die Beliebtheit des Model One. Der Kauf eingestellter Hardware lässt sich aber schwerer rechtfertigen, wenn aktuelle Wallets besseren physischen Schutz und Unterstützung für mehr Netzwerke bieten. Entscheidend ist vor allem, ob du das handliche Format behalten oder auf ein air-gapped Modell mit Touchscreen umsteigen möchtest.

1. Ledger Nano X: Wenn du eine ebenso kleine und mobile Wallet suchst, bietet der Ledger Nano X das vertraute Format mit Display und Tasten. Dazu kommen ein Secure Element, USB-C, Bluetooth und Unterstützung für mehr Netzwerke. Bei der Hardware ist das ein klares Upgrade. Die Firmware von Ledger ist allerdings nicht vollständig Open Source.

2. ELLIPAL Titan 2.0: Wenn du Geräte lieber vollständig voneinander getrennt hältst, signiert der ELLIPAL Titan 2.0 Transaktionen per QR-Code, ohne USB, Bluetooth, WLAN oder NFC. Außerdem bietet er ein Secure Element und einen großen Touchscreen. Das größere Gehäuse und die auf die Nutzung mit dem Smartphone ausgerichtete Bedienung unterscheiden sich jedoch deutlich vom Model One.

Merkmal Trezor Model One Ledger Nano X ELLIPAL Titan 2.0
Preis Ehemaliger Verkaufspreis: 69 $; Preise bei Händlern variieren 149 $ 149 $
Display 0,96 Zoll, monochromes OLED 1,1 Zoll, monochromes OLED 4-Zoll-Farb-Touchscreen
Verbindung Micro-USB Bluetooth und USB-C QR-Codes, vollständig offline
Hauptmerkmal Open-Source-Firmware und einfache Bedienung Secure Element und mobile Verbindung Offline-Signierung und Secure Element
Geeignet für Bestehende Nutzer des Model One Kompakte Sicherheit und mobile Nutzung Offline-Verwaltung von Assets per Smartphone
Kaufen Händler prüfen Jetzt kaufen Jetzt kaufen

Fazit

Wenn du heute über den Kauf eines Trezor Model One nachdenkst, ist weniger entscheidend, ob die Wallet noch funktioniert. Vielmehr kommt es darauf an, woher sie stammt. Trezor verkauft das Gerät nicht mehr direkt, deshalb spielt auch der Händler eine wichtige Rolle. Ware von einem autorisierten Händler, unbeschädigte Hologramm-Siegel und ein Gerät ohne installierte Firmware verringern die Unsicherheit. Der Preis bleibt trotzdem entscheidend. Ein deutlicher Rabatt auf Restbestände kann den Kauf attraktiv machen. Liegt der Preis nahe an dem neuerer Wallets, sieht die Abwägung ganz anders aus. Für bestehende Nutzer stellt sich eine andere Frage: Da es weiterhin Sicherheitsupdates gibt, macht allein das Verkaufsende das Model One nicht unsicher.

Fragen

Häufige Fragen

Ja. Trezor bietet weiterhin grundlegende Wartungsarbeiten mindestens bis 2031 und kritische Sicherheitsupdates mindestens bis 2036 an. Allerdings fehlt dem Gerät das Secure Element, das neuere Trezor-Modelle enthalten.

Trezor stellte den offiziellen Verkauf ein, weil sich die Erwartungen der Nutzer in Richtung Secure Elements, mobiler Verbindungen und neuerer Hardware verschoben haben. Die eingeschränkte Rechenleistung könnte außerdem die Unterstützung künftiger Post-Quanten-Standards begrenzen.

Bei autorisierten Händlern gibt es möglicherweise noch Restbestände. Da Trezor das Gerät nicht mehr direkt verkauft, hängen Verfügbarkeit und Preis inzwischen vom jeweiligen Händler ab.

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Verfasst von

CryptoWinRate

Editorial Desk

Crypto Win Rate

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