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So verwendest du den Rechner
- Richtung: Wähle Long oder Short.
- Einstiegskurs: der Kurs, zu dem du die Position eröffnet hast.
- Hebel: der auf der Börse eingestellte Multiplikator, zum Beispiel 10×.
- Positionswert: dein gesamtes Exposure, nicht die hinterlegte Margin.
- Dein Stop-Loss: optional. Wenn du einen Stop-Loss eingibst, prüft der Rechner, ob er vor dem Liquidationspreis ausgelöst wird.
- Maintenance-Margin-Satz: die Mindesteigenkapitalquote, die die Börse als Prozentsatz der Position verlangt. Sie hängt von der Börse ab und steigt stufenweise mit zunehmender Positionsgröße.
- Zusätzliche Margin: die Margin, die du nach dem Einstieg nachschießt, oder der verbleibende Kontostand bei Cross-Margin. Sie verschiebt den Liquidationspreis weiter nach außen.
Die Ausgangswerte dienen nur als Beispiel und entsprechen keinem aktuellen Kurs. Die Ergebnisse ändern sich, wenn du die Eingaben anpasst.
So wird der Liquidationspreis berechnet
Bei einer Long-Position ergibt sich der Liquidationspreis, indem du den Einstiegskurs mit (1 − 1 ÷ Hebel) multiplizierst und das Ergebnis durch (1 − Maintenance-Margin-Satz) teilst. Bei einer Short-Position multiplizierst du den Einstiegskurs mit (1 + 1 ÷ Hebel) und teilst das Ergebnis durch (1 + Maintenance-Margin-Satz).
Beispiel: Eine Long-Position, die du bei 60.000 US-Dollar mit 10× Hebel und einem Maintenance-Margin-Satz von 0,5 % eröffnest, wird bei etwa 54.271 US-Dollar liquidiert. Der Kurs bewegt sich damit 9,55 % gegen deine Position. Bei derselben Short-Position läge der Liquidationspreis bei etwa 65.672 US-Dollar. Ohne Maintenance-Margin wäre dein Eigenkapital bei 54.000 US-Dollar aufgebraucht. Das ist der Bankrottkurs. Die Börse schließt die Position bereits vorher.
So liest du das Ergebnis
- Kursbewegung bis zur Liquidation: So weit muss sich der Kurs gegen dich bewegen, bevor die Börse die Position schließt. Der Wert entspricht ungefähr 1 ÷ Hebel, abzüglich des Anteils, den die Maintenance-Margin beansprucht.
- Hinterlegte Margin: das Kapital, das du für die Position einsetzt. Bei einer Liquidation verlierst du den gesamten Betrag, nicht nur das, was du zu verlieren eingeplant hast.
- Stop-Loss-Prüfung: Ein Stop-Loss schützt dich nur, wenn der Kurs ihn erreicht, bevor der Liquidationspreis greift. Liegt dein Stop weiter entfernt, schließt die Börse die Position zuerst.
- Andere Hebel: Die Tabelle zeigt dieselbe Position mit anderen Hebelstufen. So siehst du, wie schnell der Abstand zum Liquidationspreis schrumpft.
Was die Schätzung nicht berücksichtigt
Börsen liquidieren Positionen auf Basis des Mark Price, nicht des zuletzt gehandelten Kurses. Außerdem gelten bei jeder Börse eigene Maintenance-Margin-Stufen. Funding-Zahlungen und Handelsgebühren verringern mit der Zeit deine Margin und rücken den Liquidationspreis näher. Bei Cross-Margin beeinflussen auch andere offene Positionen das Ergebnis. Bei einer offenen Position solltest du dich am Liquidationspreis orientieren, den die Börse anzeigt.
Um die Positionsgröße anhand des Betrags zu berechnen, den du zu verlieren bereit bist, nutze den Positionsgrößenrechner. Wie Hebel funktionieren, erfährst du in unserem Leitfaden zum Handel mit Hebel.