Das steigende Keilmuster erklärt

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Auf einem Kurschart weisen zusammenlaufende Trendlinien auf eine Keilformation hin. Keilformationen treten typischerweise bei verschiedenen Finanzinstrumenten auf, etwa bei Aktien, Kryptowährungen, Anleihen und Futures. Die Formation erhält ihr charakteristisches Aussehen durch zwei Trendlinien, die aufeinander zulaufen.

Eine Keilformation erkennst du an zwei Trendlinien, die innerhalb eines kurzen Zeitraums mehrere aufeinanderfolgende Hochs und Tiefs verbinden. Der Name kommt daher, dass die Kerzen im Chart eine keilähnliche Form bilden, während die Linien aufeinander zulaufen. Das bedeutet meist, dass die Hochs und Tiefs unterschiedlich schnell steigen oder fallen. Für die technische Analyse sind keilförmige Trendlinien ein möglicher Hinweis auf eine bevorstehende Kursumkehr.

Beim steigenden Keil verengt sich die Kursspanne zwischen zwei aufwärts gerichteten Trendlinien. Eine vollständige Formation weist drei Merkmale auf: Die Trendlinien laufen zusammen, das Handelsvolumen nimmt im Verlauf der Formation tendenziell ab und der Kurs bricht aus einer der Trendlinien aus.

Das steigende Keilmuster erklärt

Beispiele für den steigenden Keil

1. Entsteht am Ende eines Aufwärtstrends

Beispiele für den steigenden Keil

2. Entsteht während eines Abwärtstrends

Beispiele für den steigenden Keil (2)

In beiden Fällen setzte sich der Abwärtstrend nach dem Ausbruch fort, wie du weiter unten siehst.

Beispiele für den steigenden Keil (3)
Beispiele für den steigenden Keil (4)

Ist der steigende Keil bullisch?

Entsteht ein steigender Keil während eines Abwärtstrends, setzt sich dieser meist fort. Bildet sich die Formation dagegen nach einem Aufwärtstrend, kommt es häufig zu einer Trendumkehr und damit zu einem Abwärtstrend.

Der steigende Keil ist also ein bearishes Chartmuster.

So handelst du den steigenden Keil

Der steigende Keil ist eines von vielen Werkzeugen der technischen Analyse. Er deutet häufig auf eine mögliche Kursbewegung bei einem Investment oder am Gesamtmarkt hin. Erkennen kannst du die Formation an einer abnehmenden Kursspanne, die von zwei Trendlinien begrenzt wird. Diese laufen im Zeitverlauf nach oben zusammen.

Um die Aussagekraft der Formation bestmöglich zu nutzen, solltest du Risikomanagement betreiben und sie mit weiteren technischen Indikatoren bestätigen. Wer den steigenden Keil erkennt und handelt, erhält mögliche Hinweise für Ein- und Ausstiege am Markt. Das gilt für Daytrader, Swingtrader und langfristig orientierte Anleger.

Zunächst musst du den steigenden Keil im Chart finden. Achte auf zwei aufwärts gerichtete, zusammenlaufende Trendlinien sowie auf höhere Hochs und Tiefs. Die Formation entsteht meist während eines Aufwärtstrends.

So handelst du den steigenden Keil

Vor dem Einstieg warten Anleger und Trader in der Regel auf eine Bestätigung. Diese zeigt sich meist in einem Kursausbruch unter die untere Trendlinie. Ein sinkendes Handelsvolumen ist ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Formation korrekt entwickelt.

Nach der Bestätigung eröffnen Trader häufig eine Short-Position. Der Einstieg erfolgt beim Ausbruch unter die untere Trendlinie. Den Stop-Loss platzierst du knapp oberhalb des jüngsten Hochs innerhalb der Formation. So begrenzt du mögliche Verluste, falls die Formation scheitert und der Kurs in die entgegengesetzte Richtung läuft.

Für das Kursziel wird in der Regel die Höhe der Formation an ihrer breitesten Stelle gemessen und vom Ausbruchsniveau abgezogen. Manche Trader orientieren sich zusätzlich an Fibonacci-Retracement-Levels, um ihren Ausstieg genauer zu planen.

Beim Handel mit dem steigenden Keil ist ein gutes Risikomanagement entscheidend. Dazu gehören eine angemessene Positionsgröße und die Bestätigung der Formation durch weitere Indikatoren der technischen Analyse, etwa den Moving Average Convergence Divergence oder den Relative Strength Index.

Trader schließen ihre Position in der Regel, sobald der Kurs das zuvor festgelegte Ziel erreicht. Trotzdem solltest du weitere technische Indikatoren und Marktnachrichten im Blick behalten, die den Kurs beeinflussen können.

Beim Handel mit dem steigenden Keil besteht das Risiko eines falschen Ausbruchs. Gelegentlich durchbricht der Kurs die nach unten verlaufende Trendlinie, dreht aber kurz darauf wieder nach oben. Warte deshalb, bis eine Bar oder Kerze unterhalb der Trendlinie schließt. Das schafft zusätzliche Sicherheit.

Auch der Kontext ist wichtig. Wie gut der steigende Keil funktioniert, hängt von den Eigenschaften des jeweiligen Assets und der allgemeinen Marktlage ab. Die Signale sind verlässlicher, wenn sie mit weiteren bearishen Indikatoren oder der Marktstimmung übereinstimmen.

Vor- und Nachteile des steigenden Keils

Trader, die technische Analyse nutzen, können vom Handel mit steigenden Keilen profitieren. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • Veranschaulicht Kursbewegungen. In der technischen Analyse nutzen Analysten Keilformationen, um Kursbewegungen und wichtige Marktmuster darzustellen.
  • Einfach zu erkennen. Steigende Keile lassen sich im Kurschart vergleichsweise leicht erkennen und sind daher auch für Einsteiger zugänglich. Da sich zwei Trendlinien in dieselbe Richtung annähern, lassen sich mögliche Trendwenden leichter ausmachen.
  • In Kombination mit weiteren technischen Indikatoren. Steigende Keile werden zusammen mit anderen technischen Indikatoren wie Oszillatoren oder gleitenden Durchschnitten genutzt, um eine mögliche Trendwende einzuschätzen.
  • Stop-Loss nahe am Einstiegskurs. Ein Vorteil dieser Formation ist, dass du den Stop-Loss oft nahe am Einstiegskurs setzen kannst, wenn der Kurs dein Ziel erreicht. Dadurch kann sich deine Rendite erhöhen.

Zu den wichtigsten Nachteilen von Keilformationen in der technischen Analyse zählen falsche Ausbrüche, kurze Zeithorizonte und fehlende Bestätigung durch das Handelsvolumen.

  • Falsche Ausbrüche. Steigende Keile können zu Fehlausbrüchen führen. Dabei steigt der Kurs kurz über die Begrenzung der Formation, bevor er schnell wieder nach unten dreht. Trades, die auf dem Ausbruchssignal beruhen, können dadurch Verluste verursachen.
  • Kurzer Zeithorizont. Steigende Keile bilden sich häufig nur über kurze Zeiträume. Für Trader, die nach langfristigen Trends oder Signalen suchen, sind sie deshalb wenig hilfreich.
  • Unzureichende Bestätigungssignale. Steigende Keile können zwar Hinweise auf künftige Kursbewegungen liefern, doch ein steigendes Handelsvolumen bestätigt das Signal nicht immer zuverlässig.
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Verfasst von

CryptoWinRate

Editorial Desk

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